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Western stiefel, Cowboystiefel, Westernboots, Cowboyboots

 

Westernstiefel oder Western Stiefel sind keine Modeerscheinung, sondern eine (Lebens-) Einstellung

 

Mit diesen Stiefeln verbindet man heute nicht einen Trend, sondern die Einstellung der „alten“ Cowboys, die monatelang in genau diesen Stiefeln ihre Tage verbrachten.

 

Entgegen dem heutigen Trend, die Schuhe aus Kunstleder und mit Gummisohle anzufertigen und so für die Masse günstig anzubieten, steht eine jahrhundertelange Tradition aus Handarbeit, perfekter Lederqualität und Individualität gegenüber.

 

Im 17. Jahrhundert lagen viele Ranches mitten in der Prärie von Amerika. Damals gab es noch keine Eisenbahn und so mussten die riesigen Viehherden in den Westen getrieben werden. So kam der Beruf des Cowboys zustande.

 

Um die langen Ritte zu überstehen, war es sehr wichtig die richtige Kleidung zu haben und dazu gehörten neben einem Staubmantel und Hut auch die Westernstiefel.

 

Diese wurden meist demjenigen an den Fuß „geschneidert“ und so kann man sich vorstellen, wie stolz die Cowboys auf ihre Ausstattung waren.

 

Als es auf das Jahr 1900 zuging, entstand eine richtige „Moderichtung“ für Cowboystiefel.

 

Es gab verschiedene Lederarten,Verzierungen,Farben. Die mehrschichtigen Stiefel waren modisch sehr im Trend, dienten aber durch das mehrschichtige Verarbeiten des Leders eher dem eigentlichen Schutz des Beines beim Reiten und Arbeiten.

 

Wir alle kennen die alten Westernfilme, in denen uns reich verzierte Cowboys zeigen, wie man durch die Prärie reitet und Abenteuer besteht. Erst durch diese Verfilmungen gelangten die Westernstiefel zum absoluten Stilfaktor der letzten 30 Jahre.

 

Folgende Merkmale zeichnen einen „echten“ Westernstiefel aus:

 

  • rahmengenähte Sohlen und handgearbeitete Vernähung des Leders

  • widerstandsfähiges Oberleder, um das Bein auch ohne schützende „Oberhosen“ ( Chaps ) vor Dornen und den Hörnern der Rinder zu schützen.

  • glatte, relativ dünne Ledersohle für ein besseres Gefühl im Steigbügel und schräg zueinander laufende Schuhspitze, damit man besser in den Steigbügel „eintreten“ kann

  • bis zu 4–5 cm hoher Absatz,der oft abschräg, damit man nicht aus Versehen auf dem Pferd durchrutscht

  • angesetzte Kanten hinten am Schuh dienen als Sporenablage

  • kunstvolle Verzierungen am Schaft oder am Vorfuß

  • Berühmte „alte“ Marken: Sancho, Sendra ( seit 1913) ), Tony Lama, Mezcalero ( seit 1942 ), Rancho, Loblan

  • es gibt spezielle Sportwesternstiefel, sogenannte „Roping“-stiefel mit hohem Schaft und sehr schrägen Absätzen

  • ausgefallene Designs von Krokodilleder über Schlangenleder bis hin zu Straußenleder